




@ Jana Madzigon
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2025, Juli 26
Tiger Toast, Lesung von Nika Pfeifer
Zwischen postapokalyptischen Mindgames, mondbeschienenen Sprachfluchten und Zungenverknotungen, die sich beim Lesen wie tanzen anfühlen, machen Pfeifers Gedichte Lust auf das, was Poesie (heute noch) kann: Aufrütteln, auflösen, auffliegen. Courage! Und: Vielleicht nicht unbedingt Hoffnung, dafür Zuversicht! Und in ihrem Zentrum steht eine Figur, die sowohl konkret als auch mythisch aufscheint: der tasmanische Tiger. Das längst ausgestorbene Tier — halb Wirklichkeit, halb Legende — wird bei Pfeifer zur Chiffre für eine Welt, die immer auch aus dem Bestehenden hinausweist: in das Verlorene, das Noch-Mögliche. "Wir trinken Wodka auf das Leben, auf die Liebe, küssen uns — wie Tiger. Und fragten uns, wie küssen denn Aliens?“
Pfeifers Tiger ist nicht nur ein Tier, sondern auch eine Idee: die Vorstellung, dass in allem Verschwinden eine Spur von Aufbruch liegt. „Ein Toast auf den Tiger ist auch ein Toast auf das, was verschwindet, aber vielleicht anderswo (grad eben in uns) weiterlebt.“